Eindrücke von Grails
Ich habe gerade ein kleines 'Neben'-Project in Grails realisiert. Zum weil mich Grails schon seit geraumer Zeit interessiert und zum Anderen weil das Project wirklich so 'Neben' ist, daß es absolut keine Rolle spielt wie gut ich die Technik beherrsche in der ich es implementiere. Außerdem wollte ich wirklich schnell zu einem Ergebnis kommen und nicht allzuviel Setup Arbeit haben.
Meine Applikation besteht aus 2-3 Formularen mit ebensovielen Datenbank-Tabellen, muß über einen User Login verfügen und bestimmte Inhalte dahinter verbergen. Sie benötigt ein paar statische Seiten mit Information und sollte natürlich einigermassen konsistent ausschauen. Außerdem wollte ich noch ein bisschen Roh-SQL/JDBC betreiben und ein paar Grafiken mit JFreeCharts erstellen.
Um es kurz zu machen - die Arbeit mit Grails hat mir gut gefallen. Ich habe ziemlich genau 2 Tage zur Realisierung benötigt und es läuft alles wie geplant (auch wenn es noch ein paar kleine Tomcat/Apache Konfigurationsprobleme gibt). Zur Absicherung habe ich das Grails acegi Plugin verwendet. JFreeChart war in wenigen Minuten eingebunden, Mein Domänen-Modell war schnell erstellt und ein YAML basiertes Layout auch relativ schnell eingebunden. Auch die Arbbiet mit GSP Views ist angenehm, wenngleich ein bisschen IDE Support nicht verkehrt wäre (Ich habe das Projekt im Übrigen mit TextMate bearbeitet, da dort das Syntax Coloring am besten funktioniert). Das von vielen bei Rails und Grails u.ä. so hochgelobte No-Deploy Entwickeln ist für einen Java Entwickler wirklich wie eine frische Meeresbrise ...
Gibt es auch Negatives? Nicht viel, aber die Spaltenbenennung bei m-n Link Tabellen missfällt mir und der korrekte Umgang mit den Encodings in den View Dateien bedarf noch ein bisschen Feinarbeit denke ich.
Posted at 10:14AM Feb 04, 2008 by joerg in Allgemein |